Liebe Bewohner, liebe Angehörige,

 

gemeinsam mit Ihnen freuen wir uns, dass das strikte Besuchsverbot in unserer Einrichtung  gelockert worden ist.

Wie wir alle wissen, zählen unsere Bewohner, also Ihre Angehörigen, zu der am stärksten verletzbaren Personengruppe in dieser weltweiten Pandemie. Das bei uns in Deutschland Bilder wie in Italien oder New York ausgeblieben sind, ist der Tatsache geschuldet, dass wir frühzeitig in das Infektionsgeschehen eingegriffen haben und strikte Maßnahmen, insbesondere auch in den Altenheimen, umgesetzt haben. Das war in Italien beispielsweise nicht so. Da hat man die Altenheime sogar zuerst als Ausweichquartiere für die überfüllten Krankenhäuser genutzt.

Uns allen muss bei aller Freude folglich klar sein, dass wir mit den Besuchsregelungen nicht nur einen schönen, sondern auch einen gefährlichen neuen Weg beschreiten.

Bitte beachten Sie, dass die Regelung der Besuche ausschließlich durch die Einrichtungsleitung erfolgt. Ihr ist vom Landesgesetzgeber insoweit die Verantwortung übertragen worden.

Gerne möchten wir Sie mit diesem Schreiben über die Einzelheiten der Besuchsregelung informieren:

  1. die Besuche sind auf maximal einen Besuch pro Tag und Bewohner von maximal zwei Personen beschränkt.
  2. Die Besucher sind damit einverstanden, dass bei Ihnen ein Kurzscreening durchgeführt wird (Erkältungssymptome, COVID-19 Infektion, Kontakt mit Infizierten oder Risikopersonen) und sie ins Besuchsregister eingetragen werden. Näheres dazu finden Sie in der Anlage dieses Schreibens.
  3. Folgende Maßnahmen werde von Ihnen während des Besuches unaufgefordert eingehalten
  • Sie sind über die aktuellen Hygienevorgaben (Schutzausrüstung, Nieshygiene, Abstandsgebot usw.) informiert und halten diese ein. Beachtung der Husten- und Nies-Etikette: Verwendung von Einmal-Taschentüchern auch zum Husten und Niesen, alternativ niesen oder husten in die Ellenbeuge. Möglichst die Schleimhäute im Gesichtsbereich (Augen, Mund etc.) nicht mit ungewaschenen Händen berühren
  • Sie waschen und desinfizieren sich vor und nach dem Besuchskontakt die Hände. Sorgfältige Händehygiene: Häufiges Händewaschen (30 Sekunden mit Wasser und Seife, anschließend gründliches Abspülen) und Nutzung einer Händedesinfektion vor dem Betreten und beim Verlassen der Einrichtung
  • Sie halten während des Besuchs einen grundsätzlichen Abstand von mindestens 1,5 Metern zur besuchten Person ein; ist die Einhaltung des Mindestabstands aus medizinischen oder ethisch-sozialen Gründen nicht möglich, kann die Einrichtungsleitung zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen anordnen und Sie haben dieses zu befolgen.

 

  1. Besuche auf den Bewohnerzimmern sind weiterhin nicht gestattet. Ausnahmen von diesem Verbot sind nur in besonderen Ausnahmefällen zulässig.

 

Die Einrichtungsleitung kann eine zeitliche Begrenzung der Besuche sowie im Einzelfall eine Begleitung der Besuche durch Beschäftigte der Einrichtung vorgeben. Sobald es in einer Einrichtung zu einem bestätigten COVID 19 Fall kommt, müssen bis auf weiteres erneut alle Besuche untersagt werden.

 

Um die Umsetzung für alle Beteiligten transparent zu gestalten, haben wir ein Besuchskonzept erarbeitet. Der Bewohnerbeirat hat daran mitgewirkt. Das diesem Schreiben in Anlage beigefügte Konzept ist der WTG Behörde fristgemäß zur Kenntnis geben worden.

 

 

Wir hoffen auf eine konsequente Einhaltung der Besuchsregeln. Nur wenn diese von allen Beteiligten eingehalten werden, können wir die Ausbreitung des Virus gemeinsam weiterhin verlangsamen ohne dass Sie auf die wichtigen direkten sozialen Kontakte verzichten müssen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Konzept zur Besuchsregelung in unserer Einrichtung im Rahmen der Corona-Schutzverordnung

geltend ab dem 10. Mai 2020

 

Einführung:

Aufgrund der weltweit auftretenden Covid-19 Pandemie hat die NRW-Landesregierung im März 2020 ein Besuchsverbot für Pflegeeinrichtungen erlassen. Die mit dem Besuchsverbot einhergehenden Einschränkungen sind hoch und können zu einer sozialen Isolierung unserer Bewohner führen. Zusätzlich ergeben sich auch emotionale Belastungen auf Seite der Angehörigen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW gibt uns als Pflegeinrichtung nun die Möglichkeit zur Lockerung der Besuchsregelungen in Zeiten der Corona-Schutzverordnung.

Diese Möglichkeit nehmen wir daher zum Anlass, in diesem gesonderten Konzept die Besuchsregelungen für unsere Einrichtung inhaltlich darzustellen und damit auch alle beteiligten Personen zu informieren.

 

  1. Besuchsmöglichkeiten in unserer Einrichtung

Generell haben wir folgende Möglichkeiten den Besuch zwischen unseren Bewohnern und deren Angehörigen / Besuchern stattfinden zu lassen. Entscheidend für die Wahl des Standortes sind die gesundheitlichen Ressourcen unserer Bewohner und deren derzeitige Mobilität. Zu berücksichtigen ist hierbei auch, dass Besuche künftig nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung erfolgen können. Nur so ist es möglich die inhaltlichen Vorgaben der Landesregierung und die geltenden Hygienerichtlinien des RKI einzuhalten.

 

  1. Besuch im Außenbereich der Einrichtung (maximal 2 Besucher)
  • Bereits vorhandene Raumeinheit wie Plexiglasscheibe im Speisesaal an geöffnetem Fenster.

 

Erforderliche Hygieneschutzmaßnahmen bei Besuchern und Bewohnern:

Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während des gesamten Besuches

Händedesinfektion vor und nach dem Besuch

Mindestabstand von 1,5 bis 2 m

→ Flächendesinfektion von Gegenständen und Oberflächen laut hausinterner VA nach jedem Besuch (laut RKI)

 

 

  1. Besuch im Innenbereich der Einrichtung
  • Großer Speisesaal
  • das Bewohnerzimmer in besonderen Situationen, nur durch eine Person mit Schutzkleidung (evtl. Müllsack)

 

Der Besuch im Innenbereich unserer Einrichtung wird im Vorfeld bei der Anmeldung des Besuches abgeklärt. Bewohner, die nicht mobilisiert werden können oder bei denen der gesundheitliche Zustand dies nicht erlaubt, erhalten den Besuch in ihrem Zimmer. Dabei ist der Besuch auf eine Einzelperson reduziert. Bei Besuchen in separaten Räumlichkeiten dürfen maximal 2 Besucher zugegen sein.

In besonderen Situationen (z.B. Sterbephase) des Bewohners kann im Einzelfall durch die Einrichtungsleitung auch ein Besuch des Bewohners im Zimmer durch eine Kontaktperson, bei der eine Infektion nicht ausgeschlossen werden kann (z.B. einer Person mit Erkältungssymptomen) genehmigt werden. Voraussetzung ist, dass die erforderlichen Schutzmaßnahmen vollständig eingehalten werden (zusätzlicher Schutzkittel und Einmalhandschuhe).

 

Erforderliche Hygieneschutzmaßnahmen bei Besuchern und Bewohnern:

Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während des gesamten Besuches

Händedesinfektion vor und nach dem Besuch

Mindestabstand von 1,5 bis 2 m

→ Flächendesinfektion von Gegenständen und Oberflächen nach jedem Besuch laut hausinterner VA (laut RKI)

 

Zugangsweg in die Einrichtung oder den Außenbereich

  • Haupteingang

 

 

 

 

  1. Information der Bewohner und Angehörigen / Besucher über die Besuchsregelungen

 

Unsere Bewohner wurden bereits durch die MA der Wohnbereiche, des sozialen Dienstes über die neuen Besuchsregelungen mündlich informiert. Das Konzept hängt als Aushang am Flipchart im Eingangsbereich.

Die Angehörigen unserer Bewohner wurden zeitnah angerufen und über die wesentlichen Punkte des Konzeptes zur Besucherregelung informiert. Am Besuchstag werden Angehörige / Besucher von unseren Mitarbeitern befragt, ob die neuen Besuchsregelungen bekannt sind, wenn nicht erfolgt eine Information über unsere Mitarbeiter.

 

  1. Anmeldung und Ablauf der Besuche

Damit unsere Mitarbeiter die Umsetzung aller Hygieneschutzmaßnahmen im Einzelnen bei den Besuchen einhalten und kontrollieren können, ist eine vorherige telefonische Anmeldung des Besuches erforderlich. Im Telefonat kann abgeklärt werden, in welcher Form der Besuch stattfinden soll (Außen- oder Innenbereich) oder ob es besondere Situationen gibt, die im Vorfeld geklärt werden müssen (Einzelfallentscheidungen).

Die Anmeldung erfolgt auf dem Formular „Liste zur Planung von Kontakten“ durch einen Mitarbeiter der Einrichtung. Bei offenen Fragen oder Problemen, die im Telefonat nicht geklärt werden können, wird die Einrichtungsleitung/Pflegedienstleitung eingeschaltet.

Ohne eine telefonische Anmeldung können Besuche nicht stattfinden.  Die personellen Ressourcen, die für die Besuche vorgehalten werden, werden durch die EL/PDL koordiniert.

 

Laut Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW ist die Besuchsdauer auf höchstens 2 Stunden pro Besuch und Tag begrenzt. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir aus organisatorischen Gründen die Besuchszeit in der Zeit von 10:00-11:30 Uhr, 14:00-16:00 für ca.20-30 min. 1x täglich pro Bewohner festgelegt haben.

Jeder Besucher muss vor Beginn des Besuches das Formular „Fragebogen für Besucher“ zur Selbstauskunft ausfüllen. Damit besteht für   unsere Einrichtung eine schnelle Möglichkeit zur Rückverfolgung, falls Verdachtsfälle oder Infektionen bei Bewohnern oder Besuchern auftreten.

Die Daten werden in einem gesonderten Ordner gesammelt und nach Ablauf der Aufbewahrungspflicht von 6 Wochen datenschutzkonform vernichtet.   

 

 

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